Geschauspielerte Betroffenheit?

•Juli 8, 2010 • Hinterlasse einen Kommentar

Eigentlich wollte ich ja über meinen abgefahrenen Urlaub sprechen, aber heute früh bekam ich eine Nachricht per Facebook.

Zwei Menschen, die zusammen mit unserer Gruppe im Bus nach Novalja waren, und sich dort kennengelernt haben, sind gestern verstorben. Autounfall, anscheinend beim Überholen die Kontrolle verloren. Okay, es ist tragisch. Ich weiß nie, wie ich mit sowas umgehen soll. Es berührt mich nicht, aber muss ich das jetzt via Gruppen-Private Mail ausdiskutieren und schreiben:

ach du…ich bin sprachlos…weiß nich was ich sagen soll=(

das ist ja schrecklich! … das muss man erstmal verdauen… wie hast du das denn mitgekriegt?
grausam…

Das ist echt heftig… Da fehlen einem nur die Worte : (

oh mein Gott….ich fass es nicht…

Diese Worte von meinen Freunden. Ist es geschauspielerte Betroffenheit oder sie wirklich entsetzt? Wir hatten mit denen nie was zu tun, haben uns eher über sie lustig gemacht. Es ist merkwürdig. Ich würde mich am liebsten aus der Gruppenmail rausnehmen. Mich stört es.

Damit beende ich diesen Blogeintrag. Trotzalledem bin ich mir selbst noch einen Eintrag über Novalja und über die Wohnungssuche schuldig. Ich plane auch, mit diesem Blog umzuziehen, eigene Domain, eigenes Design.

Abitur.

•Juni 16, 2010 • Hinterlasse einen Kommentar

Jetzt stehen die Ergebnisse seit einer Woche fest. Seit gestern hat sich auch herausgestellt, wer es gepackt hat und wer nicht. Unter den Gescheiterten sind erschreckend “viele” Leute dabei (Naja, es sind 3, aber trotzalledem ist es viel). Manche von diesen kriechen jetzt in ihr Loch, heulen nur noch und ziehen sich in ihrer Wohnung mit Alkohol zurück. Andere suchen die Gesellschaft und lassen sich Mut zusprechen. Mir sind persönlich, diese Menschen lieber. Auch wenn diese Mutsprechungen vielleicht auch nur oberflächlich und freundlichkeitshalber stattfinden, bauen sie möglicherweise im Unterbewusstsein etwas auf. T. ist ein intelligentes Mädchen, kifft vielleicht zu viel, aber sie ist intelligent und hat ihr Leben im Griff. Keiner hat ahnen können, dass sie so im Abitur kläglich scheitern wird. Ich vermute es lag an ihren Kellnerjob. Nur weil sie das Abi nicht gepackt hat, heißt es aber nicht, dass sie nicht mehr in unserem Kreis dazugehörig ist. Sie kommt trotzdem zum Abiball und Urlaub. R. hingegen, der in sein Loch steckt, kann mir mit seiner asozialen Mitleidstour einfach nur gestohlen bleiben. Hätte er das Abi geschafft und T. nicht, dann würde die Welt auf dem Kopf stehen.

Tja und das wars auch mit der Schule. Recht gutes Abitur (besser als erwartet), eine richtig geile Zeit und ab Montag Urlaub. Ich bin aufgeregt, danach muss ich mich ziemlich ranhalten. Ich brauche noch immer eine Wohnung in Düsseldorf.

Gemeinsamkeiten.

•Mai 22, 2010 • Hinterlasse einen Kommentar

Ich hasse es, sich durch oberflächliche Gemeinsamkeiten, wie zum Beispiel T-Shirts, definieren zu müssen. Ich hasse es, dadurch ins Gespräch zu kommen. Aber dieses mal war es mir egal. Ich mit Erol Alkan, du mit Institubes. Die Nacht war wohl für uns bestimmt.

Upper class und armselige Trottel.

•Mai 9, 2010 • Hinterlasse einen Kommentar

Ich finde mal seit langem wieder die Zeit ein wenig zu schreiben. Seitdem die Abiturklausuren mehr oder weniger erfolgreich abgeschlossen wurden, bin ich mal mehr, mal weniger unterwegs. Die Diskrepanz zwischen Langeweile und Spaß ist ziemlich groß.

Manche Aussagen mancher Leute sind, nachdem man Abstand und Objektivität gewonnen hat, einfach nur lächerlich, sogar total primitiv. Ich bin froh, dass jetzt einiges ein Ende hat. Die Zeit der Selektion hat begonnen. Was für ein Spaß. Viele Menschen sind es nicht wert. Sollen sie sich mit Untermenschen tummeln, die geistig nicht so viel hermachen. Ist wesentlich einfacher, hoffentlich sind sie damit total befriedigt. Am sozialen Kompetenzen werden sie dabei nicht dazugewinnen. Mir egal.

Madame war heute Nacht mit der “upper class” Hamburgs unterwegs. Zuerst unangenehm, später top. Trotzalledem nichts auf Dauer für mich. Sicherlich lustig und unterhaltsam, aber tiefgründige Freundschaften besitzen sie auch nicht untereinander. Aber sie trinken 5,0 aus Dosen und nennen sich selbst “verarmter Adel”, drehen Zigaretten und pöbeln genau so viel wie andere. Außerdem aufgeschlossen und kommunikationsfähig.

“Guten Morgen, du siehst ungeschminkt ganz anders aus. Irgendwie total süßlich.” Aha.

Erneute Beobachtungen.

•Mai 2, 2010 • Hinterlasse einen Kommentar

Irgendwie wird man nie erwachsen. Weder andere, noch ich.

Ekel.

•April 24, 2010 • Hinterlasse einen Kommentar

Man bemerkt den Sommer. Die Laune hebt sich wieder. Man hört dementsprechende Musik. Irgendwie schön. Nur, dass ich mehr Zeit zu Hause verbringe, als mit Freunden im Park zu sitzen. Großes Manko: Abitur. Und ich habe richtig Zweifel, dass ich es überhaupt schaffe. Mein Ziel waren mindestens 9 Punkte in jeder Klausur. Jetzt bin ich mir sicher, dass ich schon die ganze Welt umarmen würde, wenn ich in Deutsch noch 5 Punkte bekomme. Bitte, bitte, bitte!!! Das ist wohl die neue Bewährungsprobe, die mir mein Verstand gestellt hat: Wie viel Zweifel, wie viel Angst lasse ich überhaupt an mich rankommen? Relativ viel, wie ich mit Schrecken feststellen musste. Stress lässt mich müde aussehen, das wurde mir jetzt öfters gesagt. Außerdem ist mein Zigarettenkonsom dramatisch angestiegen. Ach übrigens, meine Mutter weiß jetzt, dass ich rauche. Sie ist zwar noch nicht bereit, meine Sucht zu finanzieren. Aber ich bin mir sicher, ich kriege sie auch bald rum mir immer meine Marlboro Gold (ich bin auf Advance umgestiegen) zu kaufen. Irgendwie habe ich da keine Skrupel.

Gestern Nacht lief ich die Straßen entlang und traf J. Nach 5 Monaten. Gott, er sah scheiße aus. Hatte diese übertriebene Ski-Bräune und man konnte den Abdruck der Brille erkennen. Na, hatteste wohl 5 Monate deinen Spaß in den französischen Alpen. Eine nach der anderen geknallt und dazu “We are your friends” gegröhlt? Die Zynik in meinem Kopf. Aber sowas sagt man doch nicht. Es ist interessant, einen  Ekel gegenüber einigen Menschen zu entwickeln, die man davor doch gemocht hat. Man braucht nur etwas Abstand. J. gehört neuerdings dazu. Wenn ich mich an das erinnere, was ich noch vor 5 Monaten gesagt habe, muss ich ein wenig lachen. Als er mich im Sommer die 5 Etagen runtergetragen hat, war das doch ganz schön. Vielleicht ergibt sich nochmal so ne Gelegenheit. Frauen mögen es, getragen zu werden. Auch wenn sie es nicht zugeben wollen.

Sandwüste.

•April 17, 2010 • Hinterlasse einen Kommentar

Mich macht es einfach wahnsinnig. Warum? Warum!? Ich könnte auch genau so gut ein Stein in einer Felsenwüste sein. Das Salz lagert sich an der Steinoberfläche an. Dadurch brechen die Steine. Durch Winde und Witterungsverhältnisse machen die Bestandteile so fein, dass sie irgendwann Dünenartig zusammengetragen werden. Die Sandwüste nennt man auch Erg. Ich fühle mich auch wie die Erg. Ich bin eine Erg.

 
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